Über

Für jede Schule die passende Lösung!

Entstanden ist die Idee zu tatsächlich in einer Dienstbesprechung der Datenschutzbeauftragten für die oberbayerischen Grund-, Mittel- und Förderschulen. Ein Kollege vertrat sehr vehement die Ansicht, dass Schulen keine eigene Website brauchen - insbesondere nicht Grund-, Mittel- und Förderschulen, da diese auch keine "Akquise" betreiben müssten, wie das bei anderen Schulen durchaus der Fall sein konnte. Dies war kurz nach Lockerung der Corona-Maßnahmen, sodass mir die Idee fast ketzerisch vorkam. Monatelang hatten die Schulen versucht, über digitale Angebote den Unterricht nicht nur aufrecht sondern teilweise sogar einfach nur am Leben zu halten. Und das ohne Website? Unmöglich! Dachte ich.

Nachdem die Worte meines Kollegen einige Zeit in mir gegärt hatten, wurde mir bewusste, wie recht er hat! Die Realität an vielen Schulen sieht so aus, dass eben diese eigenen Websiten eine ganze Menge Probleme bereiten. Angefangen bei der Einrichtung: Als Schulleitung hat man letztlich die Wahl zwischen "In-House" oder "Agentur/Web-Designer/etc." - alles auf Lehrkräfte zu übertragen bedeutet oft, sie mit einem Aufgabenbereich zu überfordern, den andere jahrelang lernen und hauptberuflich ausüben. Die Alternative Dienstleister zieht dagegen meist hohe bis sehr hohe Kosten nach sich, die dann realistisch für die pädagogischen Aufgaben fehlen. Eine dritte Möglichkeit bieten gern engagierte Eltern - diese sind aber spätestens weg, wenn die Kinder von der Schule sind, und damit geht auch ihr Know-How verloren.
Nach der Einrichtung folgt die Erstellung von Inhalten und deren Pflege. Natürlich muss was aus dem Schulleben rein! Und bitte was zur Berufsvorbereitung! Und auf keinen Fall Fotos vergessen! Hat jemand an das Erasmus-Projekt gedacht? Wir gründen eine AG Homepage, in der wir uns regelmäßig treffen! Das mit den Updates der Software kriegen wir schon hin!

Leider zeigt die aktuelle Landschaft der Schul-Websites, dass unzählige davon a) technologisch renovierungsbedürftig, b) inhaltlich veraltet, c) kaum gepflegt, d) datenschutzrechtlich angreifbar und e) eher eine Bürde als eine Freude für das Kollegium sind. Uralte Versionen von WordPress, Yoomla, Typo3, ja sogar noch selbst gecodete HTML-Seiten gibt es da zu finden. Fotos vom Schuljahr 2009/10, als die Homepage-AG erstmals den Bereich "Unsere Projekte" gefüllt hat. Keine*r der Kolleg*innen aus der AG ist noch an Bord. Die Optik erinnert an Geocities oder andere Überbleibsel der DotCom-Ära. Das Impressum stammt von Impressum-Generator online statt aus der Vorlage des Ministeriums für Unterricht und Kultus. Gleiches gilt für die Datenschutzhinweise. Niemand will das Pech haben, die Website "anvertraut" zu bekommen.

Trifft das Ihre Erfahrungen in etwa?

Auf eine zentrale Lösung des Ministeriums zu warten, erscheint wenig hoffnungsvoll. Die BayernCloud Schule ist zwar in voller Entwicklung, Schul-Websites finden sich meines Wissens aber nicht im Leistungsumfang wieder. Die Schulsuche des Ministeriums liefert immerhin zu jeder Schule einen kleinen Überblick und eine einzelne Seite - an sich ein guter Ausgangspunkt. Und diesen Ausgangspunkt nutzte ich schließlich, um (ähnlich wie eine Suchmaschine) möglichst viele Informationen über jede Schule zu sammeln.

Was als kleines Projekt zum Knobeln begann, wurde immer größer und an Ende stand dann in den Startlöchern.
Eine Plattform, auf der sich Schulen schnell einen Online-Auftritt sichern können (24 Stunden - es sei den, ich bin mal im Urlaub). Zu Kosten, die normalerweise allein das Hosting bei den üblichen Anbietern kostet. Mit persönlicher Beratung durch einen Entwickler, der hauptberuflich als Lehrkraft und Datenschutzbeauftragter tätig ist (der aber in seinem Leben vor dem Beamtentum als Software-Entwickler für große Unternehmen gearbeitet hat ). Mit eingebauten Aktualisierungen von Technologien, Vorlagen für Impressum und Datenschutzhinweisen.
Von Lehrkräften für Lehrkräfte - und natürlich alle anderen.

Was kommt noch?

Die Idee ist, nicht nur inhaltlich aktuell zu halten, sondern Schulen nach und nach weitere Werkzeuge an die Hand zu geben, um ihre Präsenz bei etwas auszubauen. Moderat und mit Unterstützung. Eine kleine Gallerie wäre denkbar, auch eine datenschutzfreundliche Navigation zum Anklicken, eigene Domains, eine bessere Suche. Und ganz wichtig für den Corona-Winter: Hinweis-Texte zum Beispiel für Hygiene-Regeln.
Einen Zeitplan gibt es dafür nicht. Da das Projekt aber mit Spaß und Überzeugnung umgesetzt wird, sollte alles eher früher als später kommen.